Facebook für Vorsichtige

Das Internet-Portal Facebook kann gerade für ältere Menschen sehr nützlich sein. Man sollte es aber nur benutzen, wenn man auch die Risiken kennt und weiß, wie man sie möglichst vermeidet. Da hilft ein Ratgeber der Stiftung Warentest.

Erinnern Sie sich? Vor ein paar Jahrzehnten haben wir uns noch gegen den sogenannten maschinell lesbaren Personalausweis gewehrt, weil wir unsere informationelle Selbstbestimmung gefährdet sahen. Das Bundesverfassungsgericht hat uns ja bescheinigt, dass es unser gutes Recht ist, jederzeit zu wissen, wer welche Daten über uns gespeichert hat. Das ist eigentlich noch gar nicht sooo lange her. Doch – times they are a-changing – heute breiten wir unseren digitalen Schatten offen und freizügig vor der ganzen Welt aus und wissen nicht mal genau, vor wem und wie lange.

Das liegt vor allem an Google und Facebook, den beiden großen Datenkraken. Andererseits ist es bequem, Google zu benutzen. Und wer sich nicht bei Facebook blicken lässt und dort ‚Freunde‘ sammelt, der hat womöglich auch bald keine wirklichen Freunde mehr.

Also muss man ran! Damit das wenigstens mit der nötigsten und möglichen Vorsicht geschieht, hat die Stiftung Warentest einen Ratgeber herausgegeben: ‚Facebook für Einsteiger‘ ist in der Reihe ‚PC-Schule für Senioren‘ erschienen. Der Autor Peter Apel erklärt gründlich uns ausführlich die größte Klatschbude der Welt und wie man mit ihr umgeht.

untitledEin ganzes Kapitel ist den speziellen Interessen und Bedürfnissen von uns Älteren gewidmet. So lernt man zum Beispiel Schritt für Schritt, wie man eine Chronik aus seinem Leben anlegt. Er achtet dabei auch darauf, dass man die Früchte seiner Arbeit nicht durch Zufall wieder verliert: indem man nämlich die Daten, also Texte und Bilder, die man auf Facebook präsentiert, auf der eigenen Festplatte sichert und archiviert.

Überhaupt spielt die Sicherheit eine große Rolle in dem Ratgeber. Denn man kann sich leicht großen Ärger einhandeln, wenn man allzu naiv den vielen Aufforderungen folgt, mit denen Facebook einen ständig animieren will, Informationen über sich und andere in die Welt zu setzen und eigene sowie fremde Bilder zu ‚posten‘. Apel empfiehlt zum Beispiel auch, sich der Datenschleuder erstmal anonym zu nähern – auch wenn das eigentlich gegen die Regeln verstößt, die Facebook selbst aufgestellt hat.

Text: Jan-Peder Lödorfer

Photos mit freundlicher Genehmigung der Herausgeber

Informationen: www.test.de

Peter Apel: Facebook für Einsteiger (Reihe PC-Schule für Senioren)
Stiftung Warentest, 224 Seiten, 14,90 Euro
ISBN 978-3-86851-217-5
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