Geld für die Kulturarbeit

BSPTatsächlich gibt es sie noch: Förderfonds. Jetzt können sich engagierte menschen und Gruppen für den Fond ‚Kultur & Alter 2017‘ bewerben. Der Einsendeschluss ist der 10. Oktober 2016.

Mit dem Förderfonds ‚Kultur & Alter‘ unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen Projekte, die zeitgemäße und innovative Formen der Kulturarbeit mit älteren Menschen und den Generationen-Dialog erproben. Im Jahr 2017 stehen dafür voraussichtlich rund 138.000 Euro zur Verfügung. Der neue Förderschwerpunkt lautet: „Vielsprachigkeit – unterschiedliche Sprach- und Sprechfähigkeit“.

Der Förderfonds versteht sich als Starthilfe für neue kulturelle Angebote, die die künstlerisch-kulturelle Aktivität von und mit Älteren nachhaltig ankurbeln. Der neue Förderschwerpunkt möchte zu Projektvorhaben anregen, die den Kontakt von Menschen unterschiedlicher Herkunfts- und Sprachkulturen möglich machen. „Viele Ältere bewegen sich bereits selbstverständlich in einer Welt unterschiedlicher Sprachen und Sprachkulturen, dennoch mangelt es unter anderem auf Grund von Sprachbarrieren häufig an Kontakt mit älteren Menschen unterschiedlicher Herkunft. Kulturelle Projekte können hier, jenseits von normativen sprachlichen Ausdrucksformen, neue Wege des Umgangs und des Miteinanders beschreiten“, erklärt Kulturministerin Christina Kampmann. So könne der Dialog zwischen der jungen und der alten Generation sowie zwischen Menschen unterschiedlicher Sprachen, Sprechfähigkeiten und Milieus angeregt werden. „Die Projekte des Förderfonds sollen zudem zu neuen Diskursen über Alter und Altern in unserer Gesellschaft und einer Revision überholter Altersbilder ermutigen“, sagt Kampmann.

Bewerben können sich ab sofort nordrhein-westfälische Kulturschaffende, kommunale und freie Kulturinstitutionen sowie Einrichtungen der sozialen Altenarbeit, die in Zusammenarbeit mit einer Künstlerin oder einem Künstler bzw. einer Kultureinrichtung ein kulturelles Projekt mit älteren Menschen umsetzen. Die Projekte müssen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden und 2017 stattfinden. Der Förderschwerpunkt ist nicht bindend für eine Antragstellung.

Das Kompetenzzentrum für Kultur und Bildung im Alter (kubia) am Institut für Bildung und Kultur e.V. in Remscheid begleitet die Antragstellung. Wer ein Projekt realisieren und sich Tipps für die Antragstellung geben lassen möchte, wird von kubia persönlich beraten.

Text: kubia / repor-tal

Photo: Fotolia © fotofinish100

Informationen: www.ibk-kubia.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.