Die BAGSO hat noch Fragen

Bagso ADie Ausbildung in der Alten- und Krankenpflege soll einheitlich geregelt werden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) ist dafür, sieht aber noch Klärungsbedarf. Denn die Zahl der Patienten steigt und die Ansprüche wachsen.

Der neue Vorsitzende der BAGSO, Franz Müntefering, fordert: Vor Einführung der einheitlichen Pflegeausbildung müssen wichtige Fragen geklärt sein! Vom Grundsatz her ist die BAGSO für die Reform, mit der die Ausbildungswege in Kranken- und Altenpflege zusammengeführt werden sollen.

Die Zunahme von Multimorbidität (Mehrfach-Erkrankungen) und Demenzerkrankungen führt dazu, dass in beiden Bereichen – Kranken- und Altenpflege – ähnliche Kompetenzen verlangt werden. Eine Vereinheitlichung, die zugleich die Inhalte der Ausbildung auf dem aktuellen Stand hält und das Niveau hebt, erscheine daher im Prinzip richtig.

Franz Müntefering mahnt allerdings an, einige Punkte zu klären, damit die Reform nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen geht: „Wir wissen, dass die Zahl der Pflegebedürftigen deutlich ansteigen wird, und die Zahl derer, die ins Berufsalter nachwachsen, demgegenüber stagniert oder kleiner wird. Wie also kann der bedarfsgerechte Aufbau der Pflegekräftezahlen in den verschiedenen Bereichen sichergestellt werden? Und wie sorgen wir für eine Angleichung des Lohnniveaus bei gleicher Ausbildung?“

Diese und weitere Fragen seien zu bedenken und zu beantworten, bevor die geplante Umstellung verantwortlich ausgelöst werden könne, so der ehemalige Bundesminister. Die komplette Stellungnahme ist auf den Seiten der BAGSO nachzulesen. In der BAGSO sind mehr als 110 Einzel-Verbände mit etwa 13 Millionen älteren Menschen zusammengeschlossen.

Text: repor-tal

Informationen: www.bagso.de

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