Barock wie in Wien und Versailles

zeughaus-elbipolis-1-von-2Elbipolis heißt das in Hamburg beheimatete Barockorchester, das seinen Namen von dem Pseudonym für die Hansestadt ableitet. Bei den ZeughausKonzerten in Neuss präsentiert das Orchester Tafelmusiken aus Wien und Versailles.

In Hamburg, wo einst Georg Philipp Telemann, Johann Mattheson, Georg Friedrich Händel und Carl Philipp Emanuel Bach zuhause waren, formierte sich 1999 ein neues Ensemble für Alte Musik. Inzwischen macht es mit seinen unkonventionellen Programmen und oft auch an ungewöhnlichen Auftrittsorten von sich reden. Die Musiker gehen mit offenen Sinnen für musikalische Weltereignisse auf Entdeckungsreisen.

Das gilt auch für die Tafelmusiken aus Wien und Versailles, die Elbipolis im fünften ZeughausKonzert präsentieren wird. Im Mittelpunkt des Programms stehen Werke Leopolds I., der mehrere Instrumente spielte, sein eigenes Kammerorchester leitete und mehr als 230 Kompositionen hinterlassen hat. Davon spielt Elbipolis in Neuss drei Tafelmusiken von erlesen-barockem Prunk.
Das zweite politische Zentrum Versailles vertritt Michel Richard Delalande, der Nachfolger Lullys am Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Seine Tafelmusiken Pour les Soupers du Roy sowie seine Orchestersuiten und Ballette haben bis heute nichts von ihrem Unterhaltungswert eingebüßt.
Johann Sebastian Bach bedarf daneben keiner ausdrücklichen Vorstellung: Ob Konzerte, Kammermusiken oder (wie hier) eine der klangvollen Orchestersuiten – seine Musik ist der tönende Inbegriff der Zeitlosigkeit.

Elbipolis gastiert regelmäßig in der Kölner Philharmonie und in der NDR-Reihe Das Alte Werk, konzertiert bei den Händel-Festspielen von Halle und Göttingen, beim Schleswig-Holstein Musikfestival und ha sich auf den nationalen Podien längst einen festen Platz erspielt. Auch auf internationaler Ebene ist das Ensemble inzwischen gefragt: Ausgedehnte Konzertreisen durch ganz Europa führten Elbipolis unter anderem in den Palais des Beaux Arts nach Brüssel und zum West Cork Music Festival nach Irland. Im Frühjahr 2014 folgte es einer Einladung des Goethe-Instituts nach Brasilien.

Text: Ruth Hoffmann / Pro Classics

Photos mit freundlicher Genehmigung von Pro Classics, © Friedrun Reinhold

Informationen: www.zeughauskonzerte.de

Termin: 5. Dezember 2016, 20 Uhr (Einführung 19.15 Uhr)

Ort: Zeughaus Neuss, Markt 42-44

Karten-Hotline: 02131 / 52 69 99 99

Eintritt: ab 26,70 Euro

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